Notfallreserve (Langzeitspeicher)

Wegen der Wetterabhängigkeit der Hauptstromlieferanten Sonne und Wind muss Vorsorge für solche Zeiten getroffen werden, an denen beide nur wenig Strom liefern.

Strom aus biologischen Reststoffen, Wasserkraft und Geothermie reichen alleine nicht aus. Eine "Notfallreserve" soll deshalb - möglichst in dezentralisierten Speichern bei den Endverbrauchern - angelegt werden. Am Schieberegler kann man direkt die Anzahl der Tage einstellen, für die aus Sicherheitsgründen ein Langzeit-Energiespeicher angelegt werden soll. Da diese Notfallreserve nur bei extremen Wetterverhältnissen - also selten - benötigt wird, ist der Lade- Entladewirkungsgrad der Speicher nicht so entscheidend. Dagegen ist das Volumen des Speichers sowie die Bezahlbarkeit von Bedeutung.

Im Popup-Fenster "Verluste durch Notfallreserve" können verschiedene Langzeit-Speichertechnologien ausgewählt sowie die jeweiligen Verluste durch einmaliges Befüllen und Entleeren der Langzeitspeicher angepaßt werden.

Speichermedium Methanol

Als Speichermedium könnte synthetisch aus dem CO2 der Atmosphäre erzeugtes Methanol benutzt werden, das z.B. durch die örtlichen Stadtwerke erzeugt und in den bisher für Heizöl benutzten Tanks aufbewahrt wird. Zur Herstellung von Methanol aus dem atmosphärischen CO2 finden Sie Informationen unter
http://www.sfv.de/artikel/herstellung_von_fluessigen_kraftstoffen_aus_atmosphaerischem_kohlendioxid.htm

Speichermedium Methan: Ökostrom als Erdgas speichern (Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik u.a.)

"Erneuerbarer Strom lässt sich in ein Erdgassubstitut verwandeln. Bisher wird aus Gas Strom erzeugt. Jetzt geht eine deutsch-österreichische Kooperation den umgekehrten Weg. Die Forscher und Unternehmer möchten künftig überschüssigen Strom etwa aus Windkraft und Photovoltaik als klimaneutrales Methan speichern und in vorhandenen Gasometern und Gasleitungen speichern. (...) Eine im Auftrag von Solar Fuel in Stuttgart errichtete Demonstrationsanlage läuft bereits erfolgreich. Ab 2012 soll eine deutlich größere Anlage im zweistelligen Megawattbereich entstehen. (...) Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom zu Erdgas beträgt über 60 Prozent."

Siehe auch:
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2010/04/strom-erdgas-speicher.jsp
http://www.solar-fuel.com/
Dissertation zur verwendeten Technologie
Untertage-Gasspeicherung, Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen
Untergrundspeicher in Deutschland, Wikipedia

Speichermedium Wasserstoff (als Druckgas)

Wasserstoff wird aus Wasser mittels Elektrolyse zu Zeiten von Wind- und Solarstrom-Überangeboten erzeugt und gasförmig unter hohem Druck in Druckbehältern gespeichert, z.B in unterirdischen Salzkavernen.

Bei Bedarf wird mittels einer Brennstoffzelle aus dem gespeicherten Wasserstoff wieder Strom gewonnen.


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